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Es gibt nur noch etwa 1400 Angehörige dieser Ethnie, über die relativ wenig bekannt ist und die abgeschieden fernab der Moderne in der Region Southern Peoples, Nations & Nationalities im Südwesten Äthiopiens leben. Die Karo sind Selbstversorger, die an den Flussläufen des Omo Ackerbau, insbesondere Sorghum-Anbau, betreiben. Die jährlichen Überschwemmungen des Flusses sind essentiell dafür. Aber auch von der Fischerei und von der Viehzucht ernähren sie sich. Die Karo sind kulturell mit den Hamer verwandt und es ist gängig, dass die Mitglieder der beiden Völker untereinander heiraten. Deshalb ähneln sich deren Sprachen, Riten und Gebräuche und sogar die Kleidung ist nahezu identisch. Typisch an den Karo sind die auffälligen Körperbemalungen mit Naturfarben, großflächige Narbentätowierungen sowie kunstvolle Haarfrisuren. Als beliebter Kopf-schmuck dienen Früchte, Plastikperlen, Kaurimuscheln und Ketten. Die Muster der Bemalungen der Männer verdeutlichen einen bestimmten Status innerhalb der Dorfgemeinschaft bzw. geben Aufschluss über Tapferkeit eines Kriegers. Die Verzierung mit kleinen Holzstäbchen ist sehr zeitaufwendig. Viele Dörfer der Karo liegen direkt über dem Omo Fluss auf einer Art Plateau. Umzäunte Grashütten in Iglu Form mit tiefen Eingängen dienen als Behausung. Nahrungsmittel werden in bienenkorbähnlichen Vorratsbehältern aufbewahrt.